Amtszeitende des Münchner Kulturreferenten im Juni 2019

Kulturreferent Dr. Georg-Hans Küppers bei der Eröffnung der Monacensia, Foto: Michael Nagy / Presseamt München
Foto: Michael Nagy / Presseamt München

Dr. Hans-Georg Küppers stellt sich nicht nochmal zur Wiederwahl

(13.6.2018) Der Münchner Kulturreferent Dr. Hans-Georg Küppers stellt sich nicht noch einmal zur Wiederwahl und legt im Juni 2019 sein Amt nieder. In seinen beiden Amtsperioden als Kulturreferent hat Dr. Küppers zahlreiche wichtige Projekte verantwortet. Oberbürgermeister Dieter Reiter würdigt die Leistungen von Dr. Küppers.

Zahlreiche große Bauvorhaben verantwortet

NS-Dokumentationszentrum in München - Ansicht von Südwesten, Foto: Jens Weber
Foto: Jens Weber

„Kulturreferent in München zu sein, ist etwas ganz Besonderes. Ich konnte gemeinsam mit dem Stadtrat und unterstützt von einem großen und großartigen Team vieles voranbringen. Und ich habe mir für das kommende Jahr noch einiges vorgenommen. Dann wird es Zeit sein für eine andere Lebensphase und ich denke, das ist nach so vielen Jahren in der ersten Reihe verständlich“, so Dr. Hans-Georg Küppers.

Oberbürgermeister Dieter Reiter würdigte die Leistungen des Kulturreferenten. „Die Zusammenarbeit mit Hans-Georg Küppers hätte ich gerne über 2019 hinaus fortgesetzt. Ich respektiere jedoch seine Entscheidung, nach zwölf Jahren Amtszeit im 65. Lebensjahr aufzuhören. Bis Juni nächsten Jahres werden wir noch einiges gemeinsam auf den Weg bringen", sagte der Münchner OB. "Der gesamte Stadtrat schätzt die professionelle, pragmatische und moderierende Art des Kulturreferenten. Viele kulturpolitische Erfolge waren und sind das Ergebnis. Die Messlatte für die Nachfolge ist hoch.“

Zu den Projekten, die Küppers seit 2007 verantwortet hat, zählten zu Beginn der Erhalt der Domagkateliers, das NS-Dokumentationszentrum (Foto) als Gemeinschaftsprojekt mit Freistaat und Bund oder die Regelung der Nachfolge von Frank Baumbauer in den Münchner Kammerspielen.

Unter den großen Bauvorhaben in seiner Amtszeit sind die Sanierung und Erweiterung des Lenbachhauses, die Wiedereröffnung des Deutschen Theaters im sanierten Haus oder der Neubau eines städtischen Museumsdepots. Die Errichtung eines neuen Theatergebäudes für das Münchner Volkstheater ist auf den Weg gebracht. Für das Münchner Stadtmuseum liegen Sanierungspläne vor. Und auch die Entwicklung des Kreativquartiers am Leonrodplatz schreitet voran. Für die Kulturnutzung des Gasteig sind Zukunftsvisionen erarbeitet, der Architekturwettbewerb für die Umgestaltung läuft.

Einstein 28, Neuhauser Trafo und ubo9

Das Einstein 28., Foto: MVHS/Peter Neusser
Foto: MVHS/Peter Neusser

Die Münchner Volkshochschule hat neue Räume in Obergiesing, am Orleansplatz und am Scheidplatz, eine Zweigstelle in Moosach und das große Lernzentrum Einstein 28 (Foto) am Max-Weber-Platz erhalten. In Freiham und in Allach wird neu gebaut. Das Tagungshaus Buchenried am Starnberger See hat zeitgemäße Unterkünfte und Seminarräume bekommen.

In der Stadtteilkultur sind wegweisende Entscheidungen vorbereitet worden, wie z.B. der Beschluss zum Kulturzentrum Hanns-Seidel Platz, die Eröffnung des Neuhauser Trafo, des Kulturzentrums 2411 im Hasenbergl oder von Guardini90 in Hadern, die Verstetigung des Aubinger Kulturzentrums ubo9 sowie Grundsatzbeschlüsse zur Errichtung eines Kultur- und Bürgertreffs für Bogenhausen und für Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt/Sendling.

Wichtige Personalentscheidungen

Valery Gergiev dirigiert, Foto: Alberto Venzago
Foto: Alberto Venzago

Personalentscheidungen wurden u.a. getroffen für Johan Simons und Matthias Lilienthal (Münchner Kammerspiele), Andrea Gronemeyer (Schauburg), Michael Buhrs (Museum Villa Stuck), Dr. Isabella Fehle (Münchner Stadtmuseum), Prof. Dr.-Ing. Winfried Nerdinger und Prof. Dr. Mirjam Zadoff (NS-Dokumentationszentrum), Dr. Matthias Mühling (Lenbachhaus), Dr. Arne Ackermann (Münchner Stadtbibliothek), Lorin Maazel und Valery Gergiev (Foto, Münchner Philharmoniker) sowie Manos Tsangaris und Daniel Ott (Münchener Biennale) und Dieter Buroch / Nina Hümpel (Dance Festival).

Das Literaturfest, das Rodeo Festival oder das Klangfest sind Beispiele für neue Plattformen, die während Küppers Amtszeit etabliert wurden. Die Förderung der freien Szene war und ist ein wichtiger Aspekt. Beispielsweise wurde deren Infrastruktur durch schwere reiter oder hochX gestärkt.

Das Kulturbudget hat sich in der Amtszeit von Dr. Hans-Georg Küppers von ca. 145 Millionen Euro (2007) auf ca. 210 Millionen Euro erhöht. Davon entfällt ein Mehr von 25 Millionen Euro auf den Bereich der Kulturförderung.

(Kulturreferat der Landeshauptstadt München/muenchen.de)

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