AWM stellt neue Kampagne "Plastik raus der Biotonne!" vor

(10.10.2018) Der Abfallwirtschaftsbetrieb München (AWM) hat am Mittwoch seine neue Kampagne „Plastik raus aus der Biotonne!“ vorgestellt. Kommunalreferentin Kristina Frank (Foto) erklärte, warum dieses Thema so wichtig ist.

Plakate und Spots weisen auf das Problem hin

Vorstellung der Kampagne „Plastik raus aus der Biotonne!“, Foto: Abfallwirtschaftsbetrieb München
Foto: Abfallwirtschaftsbetrieb München

Es ist leider Fakt, dass in jüngster Vergangenheit immer mehr Plastikabfälle in München in den Biotonnen landen – wo sie absolut nicht hingehören. Der AWM startet daher ab 15.10. die stadtweite Kampagne „Plastik raus aus der Biotonne!“, die diesem negativen „Trend“ entgegenwirken soll.

„Mit gezielten Informationen wollen wir ein stärkeres Müllbewusstsein schaffen und die Bürgerinnen und Bürger zur Mithilfe animieren“, so Kristina Frank, Kommunalreferentin und Erste Werkleiterin des AWM. „Die Faustregel lautet: Wo 'Bio' draufsteht, darf auch nur 'Bio' rein. Plastik verrottet nicht und hat deswegen in der Biotonne nichts zu suchen.“

Mit Kampagnenstart machen auf dieses Thema Plakate auf AWM-Fahrzeugen sowie im gesamten Stadtgebiet aufmerksam, zudem gibt es Infos im Fahrgast-TV der U- und Trambahnen und in vielen Münchner Kinos läuft ein entsprechender Spot. Auch an Infoständen wird das Problem nochmal gesondert angesprochen.

Biologisch abbaubar ist nicht gleich Bioabfall

Plastik im Biomüll, Foto: Abfallwirtschaftsbetrieb München
Foto: Abfallwirtschaftsbetrieb München

Was ist der Hintergrund für diese Kampagne? Bislang war der Münchner Biomüll von so guter Qualität, dass er von der Bundesgütegemeinschaft Kompost e. V. (BGK) für den Biolandbau zertifiziert ist. Doch Analysen haben ergeben, dass der Biomüll in den letzten Monaten immer stärker durch Plastikrückstände verunreinigt wird. Diese Zertifizierung steht somit auf dem Spiel.

"Was viele nicht wissen: Die im Supermarkt als biologisch abbaubar angepriesenen, meist grünen Abfallsäckchen zersetzen sich in unserer Anlage nicht schnell genug. Beim Verarbeiten werden sie zerhäckselt und die kleinen Plastikteilchen verunreinigen den Kompost erheblich", klärt Frank auf.

Was jeder Münchner tun kann

Vorstellung der Kampagne „Plastik raus aus der Biotonne!“, Foto: Abfallwirtschaftsbetrieb München
Foto: Abfallwirtschaftsbetrieb München

Es ist eigentlich gar nicht schwierig, was jeder einzelne Münchner gegen dieses Problem tun kann: Biomüll sollte in alternativen Behältnissen gesammelt werden, es sollten weder Plastiktüten noch Tüten aus biologisch abbaubaren Kunststoffen verwendet werden.

Der AWM bietet hierfür kostenlose Bio-Eimer (Foto) an, die man sich im AWM Infocenter und allen Werkstoffhöfen holen kann. „Die kleinen Bioeimer sind praktisch, schick und passen in jede Küche", findet Frank. „Einfach den Eimer mit altem Zeitungspapier oder Küchenkrepp auslegen oder einen unbeschichteten Papierbeutel verwenden und zum Entleeren in die Biotonne kippen.“ Und auf diese Weise kann jeder von uns einen kleinen Teil zur Verbesserung der Umwelt beitragen.

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