Ausbau des Föhringer Rings hat begonnen

Verkehrsstau auf der Straße

Ost-West-Verbindung wird auf vier Spuren ausgebaut

(6.2.2019) Der vierspurige Ausbau des Föhringer Rings hat offiziell begonnen. In den kommenden sechs Jahren wird die wichtige Verbindung im Münchner Norden in vier Abschnitten ausgebaut. Was alles gemacht wird und warum der Ausbau so komplex ist.

Neue „Isarbrücke Süd“ für den Autoverkehr

Karte zum Ausbau des Föhringer Rings, Foto: Staatliches Bauamt Freising
Foto: Staatliches Bauamt Freising

Gute Nachrichten für die Münchner Autofahrer: Das Nadelöhr auf dem Föhringer Ring verschwindet. Allerdings erst im Jahr 2025 - denn so lange dauert der komplexe Ausbau der wichtigen Ost-West-Verbindung im Münchner Norden (siehe Lageplan). In den kommenden Jahren brauchen Pendler also noch etwas Durchhaltevermögen. Das Staatliche Bauamt Freising hat die Bauarbeiten auf einer Länge von fast zwei Kilometern in insgesamt vier Abschnitte unterteilt.

Die Erweiterung von zwei auf vier Fahrstreifen erfordert den Bau einer zusätzlichen Brücke zur Querung von Isar und Isarkanal. Darum entsteht in der ersten Bauphase zunächst eine neue, etwa 170 Meter lange Brücke südlich der bestehenden Herzog-Heinrich-Brücke. Dazu laufen bis Ende Februar Rodungen entlang der Auffahrten. Wenn alles nach Plan läuft, fahren ab 2021 dann Autos über die neue „Isarbrücke Süd“. Das hat laut dem Bauamt den Vorteil, dass der Verkehr bis dahin erstmal ungestört auf dem jetzigen Föhringer Ring weiterlaufen kann. Wenn die neue Brücke fertiggestellt ist, soll sie zunächst den gesamten Verkehr aufnehmen, damit anschließend die Herzog-Heinrich-Brücke in Angriff genommen werden kann.

2025 sollen die Erweiterungen abgeschlossen sein

Herzstück der zweiten Bauphase ist ab 2020 der östliche Abschnitt des Föhringer Rings zwischen der Einmündung der Kreisstraße M3 und der Isar. An den Ein- und Ausfahrten entstehen durchgehende Einfädelspuren. Danach wird die Straße vierspurig ausgebaut. Während der Bauzeit soll der Verkehr auf diesem Streckenabschnitt weitestgehend aufrechterhalten werden.

Ab 2022 rücken die Abbrucharbeiten der alten, 1962 erbauten Herzog-Heinrich-Brücke in den Fokus. Weil beim Bau damals Spannstahl verwendet wurde, kommt eine Sanierung der Brücke aus wirtschaftlichen Gründen nicht in Frage. Darum wird in der zweiten Bauphase die Brücke bis 2024 komplett neu gebaut.

Parallel dazu erneuern die Arbeiter in der letzten Bauphase den westlichen Abschnitt des Föhringer Rings. Hier führt die Straße über vier kleine Brücken. Weil auch diese Bauwerke schon in die Jahre gekommen sind, werden sie ebenfalls durch Neubauten ersetzt und erhalten dann jeweils zwei Spuren pro Richtung.

Spätestens 2025, so sieht es der Zeitplan des Bauamtes vor, sollen die Erweiterungen abgeschlossen, die beiden Brücken in Betrieb und damit das Nadelöhr am Föhringer Ring beseitigt sein.

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