Beate Zschäpe ist nach Chemnitz verlegt worden

Beate Zschäpe bei der Urteilsverkündung, Foto: picture alliance / AA
Foto: picture alliance / AA Beate Zschäpe bei der Urteilsverkündung im Juli 2018

Inhaftierte verlässt die Justizvollzugsanstalt München

(4.2.2019) Die verurteilte Rechtsterroristin Beate Zschäpe (44) ist in die Justizvollzugsanstalt Chemnitz verlegt worden. Am heutigen Montag wurde sie aus München nach Sachsen gebracht. Das teilte die JVA Chemnitz mit.

Oberlandesgericht München hatte Verlegung zugestimmt

Zum Hintergrund der Verlegung teilte die JVA Chemnitz mit: "Untersuchungsgefangene, bei denen die gegen sie verhängte Freiheitsstrafe aufgrund einer anhängigen Revision noch nicht rechtskräftig ist, können mit Zustimmung des zuständigen Gerichts (hier: Oberlandesgericht München) bereits während der laufenden Revision in der Justizvollzugsanstalt untergebracht werden, die zu diesem Zeitpunkt auch für den Vollzug der rechtskräftig verhängten Freiheitsstrafe zuständig wäre."

Die JVA Chemnitz ist für den Vollzug von Freiheitsstrafen bei weiblichen Gefangenen zuständig, die vor ihrer Inhaftierung ihren Wohnsitz in Sachsen hatten. Bei weiblichen Gefangenen, die aufgrund von Bindungen nach Thüringen eine heimatnahe Unterbringung beantragt haben, wird die Strafe ebenfalls in der JVA Chemnitz vollstreckt.

Transport und Aufnahme ohne Zwischenfälle

Transport und Aufnahme seien reibungslos verlaufen, teilte die JVA Chemnitz mit. Zschäpe war vom Oberlandesgericht München voriges Jahr wegen zehnfachen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Zudem sprach sie das Gericht der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung schuldig. Zschäpe hatte demnach gemeinsam mit ihren Freunden Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos die rechtsextreme Terrorgruppe NSU gegründet. Die Anwälte der 44-Jährigen hatten Revision angekündigt.

(muenchen.de / dpa)

Mehr Aktuelles aus München

Top