Kontakte, ÖPNV, 2G, Hotspot-Regelung: Corona-Maßnahmen ab 24. November

Bayerischer Landtag in der Herbstsonne , Foto: muenchen.de/Michael Hofmann
Foto: muenchen.de/Michael Hofmann

Welche neuen Corona-Regeln in München und Bayern gelten

(23.11.2021) Die Corona-Maßnahmen in Bayern werden deutlich verschärft: Zur Eindämmung der vierten Corona-Welle haben das Bayerische Kabinett und der Landtag neue Regeln beschlossen, die vom 24. November bis voraussichtlich 15. Dezember gelten. Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte, Ausweitung von 2G und 2G plus auf neue Bereiche, Hotspot-Regelung für Regionen mit einer Inzidenz über 1000: Die Maßnahmen im Überblick.

2G und 2G plus werden ausgedehnt, Kontakte beschränkt

Die weiterhin stark steigenden Infektionszahlen und die dramatische Situation in den Krankenhäusern haben weitere Verschärfungen der Corona-Maßnahmen zur Folge. Nachdem das Kabinett am 23. November die neuen Regeln beschlossen hat und der Landtag ebenfalls damit befasst wurde, traten sie am 24. November in Kraft.

Neben einer Ausweitung der 2G- und 2G-plus-Regeln auf neue Bereiche gibt es nun unter anderem Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte sowie besondere Maßnahmen für Regionen mit einer Inzidenz von über 1000 - dort wird das öffentliche Leben weitgehend heruntergefahren.

Zusätzlich führt die Landeshauptstadt München ab dem 1. Dezember in der Außengastronomie die 2G-Regel und die FFP2-Maskenpflicht (außerhalb des Sitzplatzes) ein.

Alle Corona-Regeln für München im Überblick

Es folgt ein Überblick über die neu in Kraft tretenden Corona-Maßnahmen in München und Bayern.

Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte

Personen, die nicht gegen das Coronavirus geimpft sind, dürfen sich nur bis zusammen maximal fünf Personen aus maximal zwei Haushalten treffen. Geimpfte, Genesene und Kinder unter 12 Jahren und 3 Monaten zählen nicht mit.

2G-Regel wird ausgeweitet: Außengastronomie, Friseure, Hochschulen

Gastronomie-Schild 2G in München, Foto: Anette Göttlicher
Foto: Anette Göttlicher
  • Ab dem 1. Dezember 2021 gelten in der Münchner Gastronomie draußen dieselben Regeln wie drinnen. Per Allgemeinverfügung erweitert die Stadt München die 2G-Regel und die FFP2-Maskenpflicht auf Schanigärten und Freischankflächen. In der Außengastronomie ist der Verzehr nur im Sitzen erlaubt.
  • Die 2G-Regel gilt auch für körpernahe Dienstleistungen wie Friseure und Nagelstudios, in Hochschulen und vergleichbaren Einrichtungen wie Fahr- oder Musikschulen sowie in Bibliotheken und Archiven sowie Parteiveranstaltungen.
  • Ausgenommen von der 2G-Regel bleibt der Handel – hier gilt allerdings eine Beschränkung der Kundenzahl auf einen Kunden pro 10 Quadratmeter.
  • Auch medizinische und pflegerische Leistungen (wie z.B. Fußpflege oder Physiotherapie) sind von 2G ausgenommen
  • Ebenfalls ausgenommen von 2G sind ungeimpfte 12- bis 17-jährigen, die in der Schule regelmäßig negativ getestet werden. Ihnen bleibt der Zutritt zu 2G übergangsweise bis Ende Dezember zur Ausübung sportlicher, musikalischer oder schauspielerischer Aktivitäten, in der Gastronomie und dem Beherbergungswesen möglich. Kinder bis zum Alter von 12 Jahren und 3 Monaten ohne Impfung sind ebenfalls zu 2G zugelassen.

3G-Regel im öffentlichen Nahverkehr

Auch die auf Bundesebene von der Ampelkoalition beschlossene 3G-Regel im öffentlichen Nahverkehr ist am 24. November in Kraft getreten. Fahrgäste müssen geimpft, genesen oder getestet sein (maximal 24 Stunden alter PCR- bzw. Antigentest) und das entsprechende Zertifikat auf Verlangen vorzeigen können. Ausgenommen sind Schüler*innen und Kinder unter 6 Jahren.

2G plus bei Veranstaltungen und in Freizeiteinrichtungen

  • Die 2G plus-Regelung – also Zutritt nur für Genesene und Geimpfte nach vorherigem Corona-Test – wird auf Kultur-, Freizeit- und Sportveranstaltungen ausgeweitet. Sie gilt zudem in Freizeiteinrichtungen wie Zoos, botanischen Gärten, Bädern und Saunen sowie bei Messen.
  • Bei Veranstaltungen unter der 2G-plus-Regel sind indoor und outdoor maximal 25% der Kapazität zulässig.
  • Auch private und öffentliche Veranstaltungen wie Hochzeiten, Weihnachtsfeiern oder Geburtstage unterliegen der 2G-plus-Regelung.

Hotspot-Regelung für Regionen mit Inzidenz über 1.000

  • Für Regionen mit einer Inzidenz über 1.000 gilt eine Hotspot-Regelung: Freizeit-, Sport- und Kulturveranstaltungen sind nicht mehr erlaubt. Auch Gastronomie, Freizeiteinrichtungen, körpernahe Dienstleistungen (außer Friseure und medizinische, therapeutische und pflegerische Leistungen) und Hotels werden geschlossen. Hochschulen dürfen nur noch digital Seminare und Vorlesungen abhalten. Schulen, Kitas und Handel bleiben geöffnet, letzterer allerdings mit einer Begrenzung von einem Kunden pro 20 Quadratmetern.
  • Die Hotspot-Regelung gilt, bis der Inzidenzwert fünf Tage in Folge unterhalb der Grenze von 1.000 lag.

 

Sperrstunde für Gastronomie, Clubs geschlossen

  • Für gastronomische Betriebe gilt eine Sperrstunde ab 22 Uhr und bis 5 Uhr
  • Clubs, Diskotheken, Bordelle und ähnliche Freizeiteinrichtungen werden geschlossen
  • Außerdem werden alle Jahres- und Weihnachtsmärkte sowie Volksfeste untersagt

Schulen und Kitas: Mehr Testpflicht und Zugangsregeln

  • Für Schulen gilt künftig: Auch im Schulsport innen muss Maske getragen werden.
  • Die Testung von Lehrkräften erfolgt nach dem Bundesrecht - es gilt tägliche Testpflicht. Ungeimpfte, nicht genesene Lehrkräfte müssen sich unter Aufsicht testen lassen. An Schulen, die an Pool-Testungen teilnehmen („Lolli-Tests“) wird ein zusätzlicher Schnelltest am Montagmorgen eingeführt.
  • Eltern und andere Dritte dürfen das Schulgelände nur nach der 3G-Regel (Geimpft, getestet, genesen) betreten.
  • In Kindertagesstätten gilt ebenfalls die 3G-Regel für Dritte, außer zur Abgabe oder Abholung von Kindern.
  • Beschäftigte in Kitas unterliegen ebenfalls einer täglichen Testpflicht.

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