Corona-Impfung in München: Anmeldung und Infos zum Impfzentrum

Impfung, Foto: www.BillionPhotos.com
Foto: www.BillionPhotos.com

Infos zu den Corona-Impfungen: Termine, Impfstand, Ablauf

Die Impfung gegen das Coronavirus läuft in München. Hier gibt es alle Infos über die Anmeldung zum Impftermin, den Ablauf der Corona-Impfung und zum Münchner Impfzentrum in der Messe.

Impfquote in München: So viele Personen wurden bisher geimpft

Bislang (Stand 17.6.) wurden in München insgesamt 1.089.856 Impfungen durchgeführt (670.673 Erst- und 419.183 Zweitimpfungen). Die Münchner Impfquote liegt damit, bezogen auf die impffähige Bevölkerung ab 12 Jahren, bei den Erstimpfungen bei 50,9 % und bei den Zweitimpfungen bei 31,8 % (Münchner Gesamtbevölkerung 45,2 % / 28,2 %). 

Im städtischen Impfzentrum (inkl. mobile Teams und Außenstelle ISAR Klinikum) wurden insgesamt 352.404 Erst- und 255.308 Zweitimpfungen durchgeführt, in Arztpraxen wurden bisher 285.322 Erst- und 132.511 Zweitimpfungen verabreicht und auf das Personal der Münchner Kliniken entfallen 32.947 Erst- und 31.364 Zweitimpfungen. 

Am Wochenende und an Feiertagen erfolgt keine Aktualisierung der Impfzahlen, da zwar selbstverständlich in München auch an diesen Tagen weitergeimpft wird, aber die komplett aktualisierte Impfstatistik erst am Montag bzw. nach dem Feiertag vorliegt.

Eine Übersicht über den aktuellen Stand der Corona-Schutzimpfungen in Deutschland und den einzelnen Bundesländern bietet das Impfquoten-Monitoring des RKI sowie das Impf-Dashboard des Bundesgesundheitsministeriums.

Impfzentrum München kann nach Zweitimpfung digitalen Impfpass ausstellen

Ab sofort kann das Impfzentrum München direkt nach der Zweitimpfung vor Ort einen digitalen Impfnachweis ausstellen. Die entsprechende Schnittstelle zum Impfportal BayIMCO wurde jetzt freigeschaltet. Die digitalen Impfnachweise werden im Impfzentrum München als QR-Code ausgedruckt und den Geimpften als Bestandteil ihrer Impfdokumentation mitgegeben. Der Impfling kann den QR-Code über sein Smartphone in die Corona-Warn-App oder die CovPass-App einlesen, wodurch dann der digitale Impfpass erzeugt wird.

Laut dem Bundesministerium für Gesundheit hat die Corona-Warn-App mit dem neuesten Update auf Version 2.3.2 eine Funktion erhalten, um dort das Impfzertifikat zu hinterlegen. Alternativ wurde durch das Bundesministerium für Gesundheit die CovPass-App entwickelt, die dazu dient, den digitalen Impfpass zu erstellen.

Personen, die bereits früher vollständig geimpft worden sind, können ihren digitalen Nachweis jedoch nicht im Impfzentrum abholen. Dem Impfzentrum ist es derzeit softwaretechnisch nicht möglich, für diese Fälle Nachweise auszustellen. Der Freistaat arbeitet hier an einem Verfahren für das Impfportal BayIMCO, das es ermöglichen soll, künftig die digitalen Zertifikate auch online oder per Telefon anzufordern und dann per Post oder E-Mail zu erhalten.

Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek: „Das Impfzentrum händigt jetzt jedem Impfling unmittelbar nach seiner Zweitimpfung einen ausgedruckten QR-Code aus. Das ist ein erster guter Schritt, der es unseren Impflingen ermöglicht, sich ihren digitalen Impfpass zu erstellen. Ich hoffe sehr, dass der Freistaat zeitnah eine Lösung anbietet, damit auch die bereits früher vollständig Geimpften über BayIMCO bequem ein digitales Impfdokument erhalten.“

Der Freistaat hat in Aussicht gestellt, dass vollständig Geimpfte ab dem 14. Juni auch in Apotheken gegen Vorlage des gelben Impfpasses oder der Impfbescheinigungen aus den Impfzentren ihre digitalen Impfnachweise kostenlos erhalten.

Die Internetseite https://www.mein-apothekenmanager.de/ soll künftig eine Übersicht bieten, welche Apotheken den digitalen Impfnachweis ausstellen.

Impfpriorisierung gilt für Impfzentrum weiter

Trotz der von der Bundesregierung verkündeten allgemeinen Aufhebung der Impfpriorisierung ab 7. Juni werden über das bayerische Impfportal BayIMCO die Impftermine für die Impfzentren weiterhin nach Priorisierung vergeben.

Diese Vorgabe des bayerischen Gesundheitsministeriums hat die Regierung von Oberbayern jetzt mitgeteilt. Damit werden auch im Münchner Impfzentrum über BayIMCO erst dann Impftermine für die Allgemeinheit vergeben werden, wenn allen dort registrierten Personen der Priorisierungsgruppen 1 bis 3 ein Impfangebot gemacht wurde.

Erst im Anschluss daran sollen dann alle anderen in BayIMCO registrierten Personen eine automatisierte Einladung nach Anmeldereihenfolge erhalten.

Derzeit finden im Impfzentrum auf Anweisung des Gesundheitsministeriums ausschließlich Zweitimpfungen statt.

Priorisierung von Angestellten in der Gastronomie

Die Impf-Priorisierung für das Betriebspersonal der Gastronomie (jetzt neu: erhöhte Priorität - Gruppe 3) wurde nun im Impf-Registrierungsportal BayIMCO umgesetzt. Die betreffenden Personen müssen sich – auch wenn sie bereits also Gastro-Beschäftigte registriert sind – unter Angabe ihrer Daten im Onlineportal www.impfzentren.bayern unter dem Oberbegriff „Ich habe eine besondere Kontaktsituation“ mit der Option „Beschäftigt in Gastronomie oder Gastgewerbe“ anmelden und erhalten dann eine entsprechende Einstufung.

Die Option „Beschäftigt in der Gastronomie“ wurde in BayIMCO zwar schon vorher angeboten, die Auswahl führte aber bisher nicht zu einer Priorisierung. Eine automatische systeminterne Neuvergabe der Prioritätsgruppe 3 ist nicht möglich, daher muss die Option durch die jeweilige Person gelöscht und neu ausgewählt werden.

Impfungen im Impfzentrum nur mit Vorab-Registrierung

Nachdem die Priorisierung für alle Corona-Impfstoffe in Arztpraxen seitens des Freistaats Bayern freigegeben wurde, weist die Landeshauptstadt München darauf hin, dass dies nicht für das Impfzentrum in Riem gilt. Wer die Möglichkeit einer Impfung im Impfzentrum Riem wahrnehmen will, muss sich vorher im Onlineportal BayIMCO (https://impfzentren.bayern) registrieren. Die Impfwilligen werden dann automatisch von der Software zur Terminvereinbarung eingeladen, wenn sie nach der Priorisierung durch die Coronavirus-Impfverordnung an der Reihe sind.

Im Rahmen der Terminvereinbarung wird der Impfstoff für Erst- und Zweitimpfung zugewiesen; der Termin für die Zweitimpfung kann nur in absoluten, medizinisch begründeten Ausnahmefällen verschoben werden. Dafür sind entsprechende Nachweise zu erbringen. Eine Verschiebung durch den zu Impfenden selbst ist im System nicht möglich. Dies kann nur die Service-Hotline Corona vornehmen.

Verschiebung von Zweitimpfungen mit AstraZeneca nur in Ausnahmefällen

Derzeit kommt es im Münchner Impfzentrum in Riem und auch bei den Hausärzten vermehrt zu Anfragen von Patient*innen, die ihren Zweitimpftermin mit AstraZeneca verschieben wollen. Das Gesundheitsreferat stellte deshalb am 7. Mai klar, dass vereinbarte Termine für AstraZeneca-Zweitimpfungen im Impfzentrum Riem nur in absoluten Ausnahmefällen verschoben werden.

Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek: „Wir halten es aufgrund der Informationen vom Robert Koch-Institut und der aktuellen Studienlage für geboten, den Abstand von 9 Wochen zwischen der ersten und der zweiten Impfstoffdosis nicht zu unterschreiten, um die Effektivität der Impfung nicht zu beeinträchtigen. Im Impfzentrum Riem bleiben deshalb die vorgesehenen Termine mit AstraZeneca nach 9 bzw. 12 Wochen für die Durchführung der Zweitimpfung bestehen. Es ist zudem angesichts von bis zu 7.000 Impfungen täglich allein im Impfzentrum München eine logistische Herausforderung, händisch Terminverschiebungen vorzunehmen.“

Die Zweitimpftermine werden vom System BayIMCO im vorgegebenen, optimalen Abstand fest terminiert. Das System vergibt die Termine automatisch und dementsprechend werden die Impfstoffe für die Zweitimpfung im Impfzentrum geplant und vorgehalten. Eine Verschiebung durch den zu Impfenden selbst ist im System nicht möglich. Diese können nur durch das Call-Center vorgenommen werden. Für medizinische Gründe sind entsprechende Nachweise zu erbringen.

Dr. Markus Frühwein, einer der drei ärztlichen Koordinatoren der Stadt München: „Patient*innen tragen bei niedergelassenen Ärzt*innen oft vehement den Wunsch nach einer Verschiebung des Zweitimpftermins vor. Medizinisch ist eine Verkürzung des Impfabstandes jedoch nicht zu empfehlen, da die Wirksamkeit der Impfung nach wissenschaftlichen Erkenntnissen dann deutlich schlechter ist. Wenn der Impfabstand unter 6 Wochen liegt, beträgt die Wirkung in etwa 55 Prozent. Sind es mindestens 12 Wochen, liegt die Wirkung bei über 80 Prozent. Berufliche Gründe oder ein geplanter Urlaub sind aus ärztlicher Sicht keine nachvollziehbaren Gründe für eine Verschiebung.“

Auch der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek hatte gestern nach der Konferenz der Gesundheitsminister erklärt: „Man muss sich aber bewusst machen: Je länger der Abstand zwischen Erst- und Zweitimpfung, desto höher die nachgewiesene Wirkung.“

Impf-Telefon jetzt auch für über-60-jährige Münchner*innen

Das Impf-Telefon der Stadt München zur Registrierung im bayerischen Impfportal BayIMCO steht ab sofort auch allen über-60-jährigen Münchner*innen ohne eigenen Online-Zugang zur Verfügung. Sie können sich unter der Telefonnummer 089/90429-2222 täglich von 8 bis 18 Uhr im Impfportal registrieren lassen.

Sobald der Algorithmus des Registrierungsportals sie als impfberechtigt auswählt, erhalten sie per Brief eine Termineinladung und können dann über das Impf-Telefon ihren Termin vereinbaren, jedoch erst nach dieser schriftlichen Aufforderung. Bislang war das Impf-Telefon für Münchner*innen über 70 Jahre reserviert. Impfwillige mit eigenem Online-Zugang registrieren sich zunächst im Impfportal unter www.impfzentren.bayern. Sobald das Impfzentrum Termine freischaltet, generiert das Impfportal aus den registrierten Personen automatisiert eine Reihenfolge nach Impf-Priorisierung und versendet dieser Reihenfolge entsprechend eine Aufforderung zur Terminvereinbarung.

Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek ruft alle Münchnerinnen und Münchner auf, sich schnellstmöglich im bayerischen Impfportal BayIMCO registrieren zu lassen: „Die Landeshauptstadt München setzt alles daran, die Bevölkerung durch eine Impfung vor dem Corona-Virus zu schützen. Inzwischen werden bereits die Personen aus der 3. Prioritätsgruppe im Impfzentrum Riem geimpft. Deshalb appelliere ich dringend an alle Impfberechtigten: Registrieren Sie sich bei BayIMCO und vereinbaren Sie, sobald Sie eine Einladung bekommen, einen Termin. Wenn Sie beim Hausarzt geimpft werden, löschen Sie bitte Ihre Registrierung bei BayIMCO, damit die Daten der Impfberechtigten aktuell bleiben.“

Welche Erleichterungen gibt es für vollständig Geimpfte?

Seit dem 28.4.2021 sind vollständig geimpfte Personen im Rahmen der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung ab Tag 15 nach der abschließenden Impfung negativ getesteten Personen gleichgestellt. Ausnahmen können für vulnerable Gruppen gemacht werden.

So können vollständig geimpfte Personen etwa auch bei einer 7-Tage-Inzidenz zwischen 100 und 150 ohne Vorlage eines aktuellen negativen Testergebnisses das Terminshopping nach dem Prinzip "Click and Meet" wahrnehmen. Gleiches gilt für die Nutzung von Dienstleistungen wie etwa Friseurbesuche.

Ab dem 6.5.2021:

Vollständig Geimpfte und Genesene stehen ab dem 6.5.2021 in vollem Umfang negativ getesteten Personen gleich. Die vom Bund für Geimpfte und Genesene angedachten Erleichterungen von Geboten und Verboten insbesondere im Bereich der Zusammenkünfte, der allgemeinen Kontaktbeschränkung, der Ausgangssperre, der Quarantänepflichten und des Sports werden dann umgesetzt.

Die besonderen Schutzmaßnahmen zugunsten vulnerabler Gruppen (Alten- und Pflegeheime etc.) bleiben unberührt.

Wie funktioniert die Impfung gegen das Coronavirus?

Corona-Impfung, Foto: Michael Nagy/Presseamt München
Foto: Michael Nagy/Presseamt München

In der Corona-Impfverordnung der Bundesregierung ist festgelegt, welche Personengruppen sich zuerst impfen lassen können, da zunächst nicht genug Impfstoff für alle Bürger zur Verfügung steht. Die Impfung ist selbstverständlich freiwillig.

Wie kann man einen Termin zur Corona-Impfung in München machen?

Wichtig ist zu wissen: Eine Impfung ist nur mit Terminvereinbarung möglich

Dafür gibt es ein Online-Portal des Impfzentrums Bayern, auf dem man sich registrieren kann und dann kontaktiert wird, wenn man für die Impfung an der Reihe ist.

Die Stadt hat unter 089 90429-2222 ein Impf-Telefon eingerichtet. Dort können sich vor allem Münchnerinnen und Münchner über 70 Jahre sowie alle anderen Personen der Priorisierungsgruppe 2, die über keinen eigenen Internetzugang verfügen, telefonisch im Impfportal registrieren lassen. Die Hotline ist täglich von 8 bis 18 Uhr erreichbar.

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Wie läuft eine Corona-Impfung in der Regel ab?

  • Bei der Anmeldung im Impfzentrum werden vom medizinischen Personal die Daten abgeglichen, der Impfwillige muss einen Aufklärungsbogen ausfüllen
  • Anschließend folgt ein Gespräch mit einem Arzt über die medizinische Vorgeschichte, in dem der Impfwillige zudem umfassend über die Corona-Impfung informiert wird
  • Nach Unterzeichnung der Einverständniserklärung erfolgt die Impfung
  • Anschließend bleibt der Geimpfte zur Sicherheit noch eine halbe Stunde im Beobachtungsraum und kann dann wieder nach Hause
  • Für umfänglichen Schutz müssen zwei Impfungen verabreicht werden. Der zeitliche Abstand zur zweiten Impfung ist abhängig vom verwendeten Impfstoff.

Mehr zur Corona-Impfung und welche Unterlagen man mitbringen muss, ist auf diesem Infoblatt des Bundesministeriums für Gesundheit zusammengestellt

Ist die Corona-Impfung kostenpflichtig?

Nein, die Kosten für die Corona-Impfung übernimmt der Bund.

Was muss man zum Impfzentrum München in der Messe Riem wissen?

Reiter und Zurek im Impfzentrum München, Foto: Michael Nagy/Presseamt München
Foto: Michael Nagy/Presseamt München OB Reiter und Gesundheitsreferentin Zurek bei der Besichtigung des Impfzentrums München

Das Impfzentrum München befindet sich in der Messe Riem. Die Impfung erfolgt im Impfzentrum in der Neuen Messe München (Paul-Henri-Spaak-Straße, 81829 München) in der Messehalle C3 (Eingang Nord - Tor 17).

Eine Anreise zur Neuen Messe ist möglich mit:

  • Öffentlichen Verkehrsmitteln: U-Bahn Linie U2, Haltestelle Messestadt West. Von dort ist ein Bus-Shuttle zum Impfzentrum eingerichtet
  • Mit dem Auto: Autobahn A94, Anschlussstelle 5 „München-Riem“, Zufahrt über Tor 17

Auf der Seite des Robert Koch Instituts gibt es ein aktuelles Monitoring mit den derzeitigen Impfquoten

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