Rolf Heymann - Praxis für Chinesische Medizin in Olching
Was kann mit Chinesischer Medizin behandelt werden?
Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) betrachtet den Menschen ganzheitlich und trennt nicht zwischen Körper, Geist und Seele. Beschwerden und Krankheiten werden als Ausdruck eines inneren Ungleichgewichts von Qi, Blut und weiteren Körpersubstanzen verstanden. Ziel der TCM-Behandlung ist es, den Ursprung bzw. die Wurzel der Krankheitsentwicklung zu erkennen und zu regulieren anstatt nur einzelne Symptome zu behandeln.
Durch individuell abgestimmte Therapien wie beispielsweise Akupunktur und Kräutermedizin wird das innere Gleichgewicht gestärkt. Dabei bessern sich häufig nicht nur die Hauptbeschwerden, sondern auch begleitende Symptome wie Schlaf- oder Verdauungsprobleme. TCM eignet sich für alle Altersgruppen und kann sowohl eigenständig als auch begleitend zur Schulmedizin angewendet werden.
Aus rechtlichen Gründen weise ich darauf hin:
Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) wird – wie viele andere naturheilkundliche Verfahren – von der Schulmedizin nicht als allgemeiner medizinischer Standard anerkannt. Für ihre unterschiedlichen Therapieformen liegen nach schulmedizinischen Maßstäben bislang keine ausreichenden wissenschaftlichen Nachweise vor. Die Wirksamkeit gilt daher als wissenschaftlich nicht hinreichend gesichert und ist schulmedizinisch nicht allgemein anerkannt.
- Schmerzen des Bewegungsapparates
Rückenschmerzen, Bandscheibenbeschwerden, Verspannungen, Gelenksblockaden, etc. - Kopfschmerzen
chonische Kopfschmerzen, Clusterkopfschmerzen oder Migräne, etc. - Erkrankung des Magen- / Darmtraktes
Durchfall (Dyarrhoe), Inkontinenz, Heißhunger, Appetitlosigkeit, Unverträglichkeiten, etc. - Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems
Ohnmachtsneigung, Schwindel, Bluthochdruck (Hypertonie), niedriger Blutdruck (Hypotonie), Herzschwäche, etc. - Abwehrschwäche & Fehlregulation des Immunsystems
Infektionen, Allergien, Autoimmunerkrankungen - HNO-Erkrankungen
Nasen-Nebenhöhlenentzündung (Sinusitis), Mandelentzündung (Tonsillitis), Tinnitus (Ohrgeräusche), unklare Heiserkeiten, etc. - Atemwegserkrankungen
Astma, Bronchitis, akuter und chronischer Husten sowie alle arten von Atemwegsinfekten - Vegetative, neurologische Störungen & Störungen aufgrund hormoneller Veränderungen
Schlafstörungen, Schlafwandeln, Panikattacken, Burn-Out, Depression, etc. - Gynäkologie, Kinderwunsch, Klimakterium
Ungleichgewichte und Beschwerden ab der Menarche, Menstruationsprobleme, Schwangerschaftsbeschwerden, etc. - Urologische Erkrankungen und Männergesundheit
Cystitis, Nierenentzündung, Prostataproblemen, etc. - u.v.m.
Ihr individuell abgestimmter Behandlungsablauf:
Im Erstgespräch nehmen wir uns Zeit für ein ausführliches Gespräch über Ihre Beschwerden und Ihre Lebensweise. Mithilfe einer einfühlsamen Anamnese sowie traditioneller Methoden wie der Zungen- und Pulsdiagnostik entsteht ein ganzheitliches Bild Ihrer aktuellen Situation.
Auf dieser Grundlage erstelle ich einen individuell abgestimmten Behandlungsplan, der im Verlauf regelmäßig überprüft und bei Bedarf behutsam angepasst wird. Er orientiert sich an den Prinzipien der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und soll Ihren Körper achtsam begleiten sowie Ihr Wohlbefinden stärken.
In regelmäßigen Sitzungen unterstützen wir Ihren Körper mit achtsam gesetzten Impulsen. Dabei wird der Behandlungsplan flexibel an Ihre aktuellen Bedürfnisse angepasst.
Ich verstehe meine Arbeit als unterstützende Begleitung, die Ihnen Orientierung und stärkende Impulse für Ihr langfristiges Wohlbefinden bietet.
Wie intensiv und über welchen Zeitraum Sie dieses Angebot nutzen möchten, bestimmen selbstverständlich Sie.
Akupunktur
Akupunktur ist seit über tausend Jahren ein zentrales Heilverfahren der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Die Nadeln sind so fein, dass Sie den Einstich meist kaum spüren. Für 20 bis 30 Minuten können Sie einfach entspannen, während die Behandlung ihre Wirkung entfaltet.
Sie können jederzeit mit Akupunktur beginnen, sowohl bei akuten Beschwerden als auch vorbeugend. Die Therapie ist sanft, in der Regel schmerzfrei und mit nur wenigen Nebenwirkungen. Sie eignet sich für Menschen jeden Alters, sogar für Babys und Kleinkinder.
Laut TCM werden durch das Setzen der Nadeln bestimmte Körperpunkte stimuliert, um den Fluss der Lebensenergie Qi zu harmonisieren. Ein ausgeglichener Qi-Fluss unterstützt Gesundheit, Vitalität und Wohlbefinden.
Gua Sha und Moxibustion
Neben der Akupunktur integriere ich, je nach individueller Diagnose und Indikation, ergänzende Therapiemethoden wie Moxibustion und Gua Sha in meine Behandlungen. Bei Bedarf kommen zudem Schröpfen oder das therapeutische Aderlassen zum Einsatz.
Gua Sha ist eine traditionelle Schabetechnik aus der Traditionellen Chinesischen Medizin. Mit abgerundeten Plättchen, meist aus Jade oder Büffelhorn, wird die eingeölte Haut gezielt behandelt. Dadurch werden Durchblutung und Energiefluss (Qi) angeregt, Stagnationen von Qi, Blut und Körperflüssigkeiten gelöst und äußere pathogene Faktoren ausgeleitet.
Die Behandlung führt zu gewollten Hautreaktionen wie Rötungen oder kleinen Hämatomen, die in der Regel nach wenigen Tagen abklingen. Besonders häufig werden Nacken und Rücken therapiert. Nicht angewendet wird Gua Sha auf verletzter oder entzündeter Haut, bei Hautinfektionen, auf Pickeln oder Leberflecken.
Moxibustion (chin. Jiu – „Brennen“) ist eine traditionelle Methode der TCM, die Wärme- und Phytotherapie verbindet. Dabei wird getrockneter Beifuß (Artemisia vulgaris) angezündet. Das Moxakraut lässt sich gut formen, glimmt langsam und gibt seine Wärme gleichmäßig auch in tiefere Gewebeschichten ab.
Aus Sicht der TCM stärkt Moxibustion das Yang, vertreibt Kälte und Feuchtigkeit und fördert die Zirkulation von Qi und Blut. So können Stagnationen gelöst und Schmerzen gelindert werden.
Aus schulmedizinischer Perspektive regt die Anwendung die Durchblutung und den Gewebestoffwechsel an und kann reflektorisch die Organfunktion beeinflussen.
Besonders bewährt ist sie bei Beschwerden des Bewegungsapparates, etwa durch Kälteeinwirkung.
Nicht angewendet wird Moxibustion bei Entzündungen, Fieber, Infektionen, Blutungen oder schlecht heilenden Wunden.
Die Behandlung erfolgt über ausgewählte Akupunkturpunkte oder schmerzhafte Areale. Man unterscheidet zwischen indirekter und direkter Moxibustion:
- Bei der indirekten Methode besteht kein direkter Hautkontakt, z. B. mit Moxazigarre, Moxakasten oder auf Ingwer, Knoblauch bzw. Salz platziertem Moxakegel. Auch das Nadelmoxa gehört hierzu, bei dem die Wärme über die Akupunkturnadel in die Tiefe geleitet wird.
- Bei der direkten Methode wird ein kleines, reiskorngroßes Moxastück kurzzeitig direkt auf der Haut abgebrannt und rechtzeitig entfernt, um Verbrennungen zu vermeiden.
Arzneimitteltherapie
Die chinesische Arzneimitteltherapie nutzt vor allem Heilpflanzen und mineralische Substanzen. In Deutschland unterliegen diese strengen Qualitätskontrollen nach europäischen Richtlinien; auch Aspekte des Artenschutzes werden dabei berücksichtigt. Innerhalb der Traditionellen Chinesischen Medizin besitzt jede einzelne Substanz ein spezifisches Wirkprofil, das gezielt eingesetzt wird, um das energetische Gleichgewicht zu unterstützen und den freien Fluss des Qi zu fördern.
Auf Basis einer individuellen Diagnose entwickelt Ihr:e Therapeut:in eine maßgeschneiderte Rezeptur, die in einer spezialisierten Apotheke für Sie zusammengestellt wird. Meist wird die Mischung als Dekokt (Arzneitee) zubereitet, alternativ stehen auch Granulate, Pulver oder Pillen zur Verfügung.
Die Therapie kann sowohl bei akuten als auch bei chronischen Beschwerden sowie präventiv angewendet werden und eignet sich grundsätzlich für Menschen jeden Alters.
Diätetik
In der chinesischen Ernährungslehre (Diätetik) werden Nahrungsmittel nicht primär nach Nährstoffen, sondern nach ihren energetischen Eigenschaften beurteilt. Jedes Lebensmittel besitzt einen bestimmten Geschmack und ein charakteristisches Temperaturverhalten, das seine Wirkung im Körper beschreibt. Ziel der Ernährung nach den Prinzipien der TCM ist es insbesondere, „die Mitte“ zu stärken und beteiligte Organsysteme harmonisierend zu unterstützen.
Ein besonderer Stellenwert wird dabei warmen, frisch zubereiteten Speisen beigemessen. Auf Grundlage einer individuellen Diagnose kann ein:e TCM-Therapeut:in passende Rezeptvorschläge erstellen oder gezielte Lebensmittelempfehlungen geben, um bestehende Dysbalancen auszugleichen.
Die TCM-Ernährung ist für Menschen jeden Alters geeignet und kann sowohl vorbeugend als auch begleitend in der Rehabilitation oder bei bestehenden Beschwerden eingesetzt werden. Sind die grundlegenden Prinzipien einmal verstanden, lässt sie sich unkompliziert in den Alltag integrieren.